„Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe“ (Pippi Langstrumpf)

Pippi Langstrumpf

Dieses Zitat verdanke ich Antje Remke, die es neulich auf Facebook geteilt hat, und ich dachte sofort, ja, genauso geht es mir auch.

In meinem ersten Leben als Angestellte war ich sehr oft eher Annika, das heißt ich traute mir viele Dinge nicht zu, die ich wahrscheinlich aber doch gekonnt hätte. Dabei habe ich ganz vergessen, dass ich das sogar schon oft gemacht habe.

Als ich 1997 nach einem längeren Aufenthalt in Nigeria nach Berlin zurückkehrte, suchte ich dringend einen Job. Ich fand einen bei einem Unternehmen, das man heute als Start-up bezeichnen würde: der ersten Internet-Stellenbörse für IT-Personal.

Ich war dafür zuständig, die Stellenanzeigen der Kunden – zumeist von Vorlagen, die für die Zeitung erstellt worden waren – in HTML abzubilden. Nur, dass ich zuvor noch nie mit HTML zu tun hatte.

Ein Kollege zeigte mir und einer Kollegin den HTML-Editor Frontpage und los ging’s. Viel später gab es dann noch mal ein Seminar in CSS, was damals der neueste „heiße Scheiß“ war, aber da waren wir ja schon fast Profis.

Ähnliches erlebte ich einige Jahre später, als ich wieder einen neuen Job antrat, diesmal bei einem Domainregistrar und Hoster. Ich musste nicht nur lernen, wie man Domains bei den Vergabestellen registriert und umzieht sondern auch, wie DNS funktioniert und wie man das Routing der verschiedenen Dienste in die Datenbank einträgt. Was hatte ich für eine Angst, als ich zum ersten Mal alleine im Support war und damit rechnen musste, dass Kunden anrufen und Hilfe brauchen. Von mir.

Und was soll ich euch sagen, es hat geklappt und niemand hat sich über eine ahnungslose Supporterin beschwert.

Als ich dann vor drei Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit machte, gab es kein Netz und keinen doppelten Boden mehr. Das hatte ich ja tatsächlich noch nie gemacht und ich hatte auch keine Ahnung, ob ich es kann.

Die erste Hürde war hier das Knüpfen von Kontakten bei Netzwerktreffen. Mit fremden Leuten zu sprechen, die sich womöglich aber gegenseitig kennen, das war für mich schier unmöglich.

Mit moderierten Gesprächsrunden ging es dann aber doch und als ich eines Tages gefragt wurde, ob ich nicht mal einen Vortrag halten wolle, habe ich das schier Unmögliche gewagt. Und siehe da, es hat auch funktioniert und gar nicht mal schlecht.

Der Rest ist Geschichte: Ihr kennt mich jetzt als Gastgeberin von Netzwerkveranstaltungen und dass ich trotzdem manchmal Lampenfieber habe, merkt man hoffentlich nicht so sehr. 😉

Ich werde auch in Zukunft noch viele Sachen anfangen, die ich noch nie probiert habe, denn ich bin sicher, dass ich sie kann.

Mit Energie zum Potenzial

Barbara Fischer & Friends

Am letzten Freitag, dem Brückentag zwischen Himmelfahrt und dem Wochenende, lieferte uns Meike Nittel einen Impuls zum Brückenschlag zu unserem Potenzial.

Als Selbstständige ist dies für uns von essentieller Bedeutung, besonders, wenn wir dem Prinzip folgen wollen, das was wir lieben, zu unserem Geschäft zu machen.

Wie Meike ausführte, überschneiden sich mehr und mehr das Private mit dem Geschäftsleben, die Grenzen werden fließend und wir können so das verwirklichen, was als „Business from the Heart“ überschrieben wird.

„Mit Energie zum Potenzial“ weiterlesen

Nichts kann im Widerspruch zur Natur existieren, sondern nur im Widerspruch zu dem, was wir darüber wissen. (Dana Scully)

Die Älteren unter euch erinnern sich sicher an die in den 1990er Jahren enorm erfolgreiche Serie Akte X, in der dem ehemals von Aliens entführen und an jegliche Form von mysteriösen Erscheinungen glaubenden FBI-Agenten „Spooky“ Mulder die streng nach wissenschaftlichen Kriterien ermittelnde Agentin und Medizinerin Dana Scully zur Seite gestellt wurde.

Diese sagte diesen Satz in der ersten Folge der 4. Staffel, einem Zeitpunkt, als das Vorhandensein unerklärlicher Phänomene nicht mehr von der Hand zu weisen ist.

Das hat mich sehr beeindruckt, als ich vor Kurzem anfing, mir wieder alte Akte-X-Folgen anzusehen, denn kaum ein Satz beschreibt mein Verhältnis zu Esoterik und verwandten Bereichen besser als dieser.

Als junge Frau hatte ich viel übrig für diese Dinge. Ich ging zur Astrologin und ließ mir ein Horoskop erstellen, ich las Bücher über Zauberei und zauberte selbst. Zur Beantwortung meiner Lebensfragen zog ich ein dem Tarot ähnliches Kartenspiel zu Rate: das Dakini-Orakel.

Einige Jahre später machte ich Bekanntschaft mit der westafrikanischen Yoruba-Kultur, in der der Glaube an Juju, einer Form von Magie, tief verwurzelt ist. Ich hörte verblüffende Geschichten von gelungener Zauberei, bis hin zu der eines Fußballspiels, das mittels Magie gewonnen wurde.

Eine mir bekannte Frau, die ansonsten durchaus pragmatisch und eine erfolgreiche Geschäftsfrau war, veröffentlichte zu dieser Zeit ein Buch mit dem Titel „Der Kuss des Voodoo“, in dem sie ihre von Voodoo geprägte Beziehung zu ihrem Ehemann, einem Prinzen aus dem westafrikanischen Benin, beschrieb.

Ich räume ein, dass ich schon damals gelinde Zweifel an einigen dieser doch teilweise sehr abenteuerlichen Geschichten hatte, die sehr überzeugende Darstellung der Beteiligten stand dazu im Widerspruch.

In den folgenden Jahren kam dieses Thema jedoch mehr und mehr aus der Mode. Ich entwickelte eine Begeisterung für die Wissenschaft und fühlte mich wohl und sicher auf dem Boden von beweisgestützten Tatsachen.

Diese Ansicht wurde noch verstärkt, je mehr sich fundamentalistische Weltsichten verbreiteten. Mein zuvor eher indifferentes Verhältnis zu Religion wandelte sich zu Ablehnung, da ich mehr und mehr zu der Überzeugung gelangte, dass diese hauptsächlich genutzt wurde und wird, um Macht auszuüben und Menschen zu manipulieren. Dies geschieht unter Ausnutzung der Tatsache, dass viele Menschen lieber die Verantwortung für ihr Leben an eine dubiose überirdische Macht abgeben, als diese selbst zu übernehmen. Davon bin ich übrigens bis heute überzeugt.

Dennoch habe ich in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass viele Dinge, die unter der Überschrift Magie oder Esoterik stehen könnten, tatsächlich funktionieren. Doch was steckt dahinter?

Vor einiger Zeit las ich einen Artikel, in dem es um die sogenannte Intuition ging, die Eingebung, die uns sofort die richtige Lösung eines Problems oder die Antwort auf eine Frage vermittelt, ohne dass wir anscheinend die dafür notwendigen Informationen gehabt hätten. Tatsächlich ist es jedoch so, dass wir über viel mehr Informationen verfügen, als uns bewusst ist. Gerade in Situationen, die ein schnelles Handeln erfordern, sind wir in der Lage, blitzschnell auf diese Informationen zuzugreifen und auf dieser Basis eine Entscheidung zu treffen. In einem Moment der Gefahr ist nunmal keine Zeit für langes Nachdenken oder sogar Recherchieren.

Ein gutes Beispiel ist auch die Wahrsagerin, die ihr völlig unbekannten Menschen überraschend exakte Ratschläge oder sogar Voraussagen erteilen kann. Voraussetzung hierfür ist in erster Linie eine sehr gute Wahrnehmung, Einfühlungsvermögen und einige gezielte Fragen. Oftmals kommunizieren die Ratsuchenden auch schon selbst mehr, als ihnen bewusst ist. So lassen sich hier schon sehr umfangreiche Erkenntnisse über eine Person gewinnen. Mit etwas Erfahrung kann man dann schon eine Analyse oder sogar Prognose erstellen.

Ähnlich verhält es sich beispielsweise mit der Hypnose. Was vielen nur als „Bühnen-Hokuspokus“ bekannt ist, ist tatsächlich eine erprobte psychologische Technik, die im Zustand der Entspannung durch Wiederholung Botschaften im Unterbewusstsein verankert, sodass diese von dort aus wirken können.

Dies sind einige Beispiele, wo magisch anmutende Erscheinungen bereits wissenschaftlich erklärt wurden. Allerdings ist das erst die Spitze des Eisberges, der weitaus größte Teil ist bis heute unter der Oberfläche des Meeres des Geheimnisvollen verborgen.

Ich bin überzeugt, dass in der Zukunft mehr und mehr davon zu Tage treten wird und wir in der Lage sein werden, diese Phänomene zu verstehen und für uns zu nutzen.

Die Wahrheit ist irgendwo da draußen.

Goldi oder ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Netzwerktreffen BF & Friends

Wie man mit ein paar Bleistift- oder Kugelschreiberstrichen eine Präsentation um einige wirkungsvolle Gedankenaufhänger bereichert, erläuterte diesmal die Kommunikationsexpertin Johanna Madrasch in ihrem Impulsvortrag.

Was ist Sketchnotes?

Diese Technik hat sogar einen Namen, man nennt sie Sketchnotes: Sketch wie Skizze, also eine einfache Zeichnung, und Notes wie Notizen.

„Goldi oder ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ weiterlesen

Auf Reichtum programmiert

5 Tipps, wie man das Unterbewusstsein auf finanziellen Erfolg programmiert, hatte uns die Hypnosetherapeutin Natascha Griesinger für ihren Impulsvortrag versprochen.

Als kleines Mädchen, so erzählte sie uns, hatte sie den Wunsch, immer genug Geld für ihre kleinen Mädchenträume zu haben, und sie hatte sogar das Glück, eine liebe Tante zu haben, die ihr dafür immer wieder etwas zusteckte.

Später jedoch geriet das Geld in Verruf, es herrschte die Überzeugung, dass Geld den Charakter verdirbt und nur gierige, egoistische und korrupte Menschen überhaupt ein Vermögen anhäufen können.

Doch wie überrascht war sie dann, als eine Freundin einen wohlhabenden Mann heiratete und damit selbst zu einigem Wohlstand kam. Und siehe da, sie wurde nicht von Stund an zu einem schlechten Menschen, sondern nutzte die neu gewonnenen finanziellen Mittel für ihr Herzensprojekt, eine Initiative, die sich um kranke Kinder kümmerte. Es schien also, dass Geld den Charakter nicht verdirbt, sondern ihn zum Vorschein bringt.

„Auf Reichtum programmiert“ weiterlesen

Machtspielchen beim Meetup

Was passiert, wenn uns auf einem schmalen Gehsteig jemand entgegenkommt: Innerhalb von Sekunden entscheidet sich, wer ausweicht. In der Regel ist es nicht immer derselbe, manchmal weicht man aus und manchmal wird einem der Weg frei gemacht. Wie das kommt, erklärt uns Sarah Bansemer in ihrem Vortrag über „Machtspielchen“ oder ernsthaft „Statusverhalten“.

Dieser Status ist mitnichten statisch. Wir alle zeigen immer Statusverhalten, wenn wir auf andere Lebewesen treffen, und demonstrieren damit die Machtkonstellation just in diesem Moment. Im nächsten Moment kann die Verteilung schon wieder genau umgekehrt sein.

„Machtspielchen beim Meetup“ weiterlesen

Im morphischen Feld lesen, anstatt im Trüben zu fischen.

Jörg Eberhardt erläutert das morphische Feld

Als Jörg Eberhardt 2011 mit einem Freund über die Frauenfußball-Weltmeisterschaft sprach, äußerte dieser, vielleicht scherzhaft gemeint, die Prognose, die Japanerinnen könnten diesen Wettbewerb gewinnen. Die Überraschung war einigermaßen groß, als diese Vorhersage tatsächlich eintrat, obwohl die Frauschaft ganz und gar nicht als Favoritin gehandelt worden war.

Jörg Eberhardt
Jörg Eberhardt erläutert das morphische Feld.

Für derartige nicht erklärbare Ahnungen wird häufig eine Ursache genannt, die als morphisches Feld bezeichnet wird. Dieses bezeichnet der britische Biologe Rupert Sheldrake als ein hypothetisches Feld, das als formbildende Verursachung für die Entwicklung von Strukturen verantwortlich sein soll. Dies bezieht sich nicht nur auf biologische, physische oder chemische, sondern auch gesellschaftliche Strukturen.

„Im morphischen Feld lesen, anstatt im Trüben zu fischen.“ weiterlesen

Statt Weihnachtsmärchen SEO-Fakten

Netzwerktreffen im November

Als wir uns am 30.11. zum letzten Treffen von Barbara Fischer & Friends in diesem Jahr zusammenfanden, freuten wir uns schon auf die vorweihnachtliche Einstimmung mit dem Impulsvortrag von Johanna Madrasch, die uns Ideen für kreative Weihnachtsaktionen vorstellen wollte.

Doch leider gehören zum Winter ebenso wie Glühwein, Lebkuchen und Weihnachten auch die unangenehmen Seiten dieser Jahreszeit: Husten, Schnupfen und grippale Infekte.

Diese hatten diesmal nicht nur einige Teilnehmerinnen sondern auch die Referentin selbst an der Teilnahme gehindert. Da musste nun die Gastgeberin selbst flugs einen Impuls aus dem Hut zaubern, oder in dem Fall aus der Weihnachtsmütze, und erinnerte sich an ein Thema, das, obwohl nicht neu, nie an Relevanz verliert: Die Frage, wie bringe ich meine Webseite nach vorne bei den Suchergebnissen, kurz SEO.

„Statt Weihnachtsmärchen SEO-Fakten“ weiterlesen

Ein Oscar für die beste Vorstellung

Barbara Fischer begrüßt die Teilnehmer*innen

Mit einer bewegenden Oscar-Dankesrede eröffnete Schauspielerin und Schauspielcoach Petra-Maria Popp ihren Vortrag zum Thema „Was können Businesspeople von Schauspielern lernen?“

Petra-Maria Popp hat einen Oscar bekommen.
Petra-Maria Popp hat einen Oscar bekommen.

Dies verdeutlichte zunächst die Vorstellung, die wir alle von Schauspielern haben: Es geht um Glamour, Drama, ein Leben im Scheinwerferlicht. Doch was steckt dahinter? Schauspieler sind Künstler, die ein komplexes Handwerk beherrschen, um auf der Bühne oder vor der Kamera einer Rolle Leben einzuhauchen. „Ein Oscar für die beste Vorstellung“ weiterlesen

Grandiose Aussichten für Barbara & Friends

Vortrag von Ilona Clemens

Wenn ein Baby das Licht der Welt erblickt, möchte man immer gern wissen, was das Leben wohl für den Sprössling bereithält. Aus diesem Grund habe ich für die Auftaktveranstaltung meines neuen Netzwerk-Formates Barbara Fischer & Friends die Astrologin Ilona Clemens gebeten, mal einen Blick in die Sterne zu werfen.

Nun muss man nicht viel von Astrologie verstehen, nein, noch nicht einmal daran glauben, um zu wissen, dass so ein Horoskop doch eine Menge Inspiration bereithalten kann. „Grandiose Aussichten für Barbara & Friends“ weiterlesen