Sommerfrühstück mit Perspektivwechsel

Netzwerktreffen Barbara Fischer & Friends in der Schwartzschen Villa

Am letzten Freitag gab es dann doch mal wieder ein Netzwerktreffen von Barbara Fischer & Friends. Schon ein bisschen auf Ferien eingestimmt, trafen wir uns in dem wunderschönen Garten der Schwartzschen Villa in Steglitz. Anstelle des üblichen Impulsvortrags hat sich die Gastgeberin eine Variante der Selbstvorstellung ausgedacht: Die Teilnehmer*innen stellten ihr Unternehmen vor als sei es eine Person. Dies erfordert einen Perspektivwechsel und natürlich ein wenig Übung. Deshalb gab es anstatt einer 3 Minuten und die Gastgeberin legte vor:

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Fast Sommerpause bei BF & F

Nachdem beim letzten Mal doch die meisten noch nicht bereit für ein Treffen im wirklichen Leben waren, wollte ich im Juli eigentlich Sommerpause machen.

Da sich nun aber doch einige von euch angemeldet haben, lasst uns einfach ein schönes Sommerfrühstück am 31.07. in dem schönen Garten der Schwarzschen Villa genießen und uns einfach mal wieder sehen und austauschen.

Ohne Vortrag, (vielleicht) ohne Elevator Pitch und ohne Kosten.

Online Netzwerken, aber wie?

Netzwerktreffen Barbara Fischer & Friends online bei Jitsi

Videoplattformen im Vergleich

Am letzten Freitag im Mai gab es wieder eine Online-Version des Netzwerk-Treffens Barbara Fischer & Friends.

Nachdem wir beim letzten Mal das neue Format zunächst einmal erprobt und uns virtuell ausgetauscht hatten, erfreute die Gastgeberin diesmal mit einem informativen Kurzvortrag zum Thema „Videoportale im Vergleich“.

Das Thema hatte sich bereits beim letzten Treffen angedeutet, nachdem es einige Diskussionen über Datensicherheit bei Zoom, Stabilität und Qualität bei Jitsi und hohe Preise bei Whereby gegeben hatte.

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Das Netzwerken in Zeiten von Corona

An dieser Stelle sollte schon seit einer Woche der übliche Eventbericht nach dem Netzwerktreffen Barbara Fischer & Friends stehen.

Zuvor hatte ich bereits einen anderen Artikel geplant, der das Leben in der aktuellen Ausnahmesituation des Corona-Lockdowns beschreiben sollte. Das hat an dieser Stelle Sarah aber schon schneller und besser auf den Punkt gebracht als ich, so dass ich nicht gleich mit meinem Senf hinterher kommen wollte.

Man kann also sagen, dass mir zumindest in diesen Zeiten das Schreiben nicht so leicht von der Hand geht.

Das Netzwerktreffen fand aus bekannten Gründen diesmal online statt, als ersten Test hatte ich zu einer Watch Party in unserer Facebook-Gruppe eingeladen. Das funktionierte so semi-gut; das Video von Natascha war super und auch ich konnte mit meinem Smartphone ein Live-Video aufnehmen, das zwar ein bisschen leise, aber sonst ganz akzeptabel war.

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Die Krise als Inspiration

Es ist noch keine zwei Wochen her, als plötzlich für viele ein ganz neues Leben begann. Von einem Tag auf den anderen haben viele Selbständige und Freiberufler fast alle Aufträge und Arbeits-Möglichkeiten verloren.

Als Kulturschaffende bin auch ich besonders betroffen, wenn ich auch das Glück habe, als Solo-Unternehmerin recht flexibel auf die Krise reagieren zu können. Meine laufenden Theaterkurse habe ich nach gemeinsamen Gesprächen mit meinen Teilnehmenden fast alle abgesagt. Dann war die Frage: Wie kann ich meine Offline-Arbeit online weitermachen? Wie kann Theaterunterricht im digitalen Raum stattfinden?

Im ersten Moment wirkte diese Umstellung eigenartig. Nicht direkt beängstigend, aber wie eine Last. Ein Wieder-von-vorne-anfangen. Alles neu lernen. Seit über einer Woche dreht mein Kopf durch, sammelt Input, vernetzt sich mit anderen, sitzt in Zoom-Meetings und -workshops, plant eigene Angebote, programmiert Webseiten um und saugt alles auf.

Das ist anstrengend, aber auch gleichzeitig aufregend. Aufregend neu und ungewohnt. Die kreative Energie wird herausgekitzelt und es findet ein großer Umbruch statt. Nicht nur bei mir persönlich, sondern auch bei allen anderen Theater- und Kulturschaffenden sowie in der ganzen Gesellschaft. Diese Krise wird uns für den Rest unseres Lebens als wichtiger Abschnitt unseres Lebens begleiten. Eine Phase, die wir niemals vergessen werden – weshalb ich angefangen habe, täglich einen Tagebucheintrag in meinem Blog zu schreiben:
https://theaterberlin.blogspot.com/

Jeder hat jetzt seine eigene Umstellung. Für manche ändert sich der Tagesablauf gar nicht, manche stehen mit gleichzeitem Homeoffice, Kinderbetreuung und Haushalt unter extremem Stress, andere sind in systemrelevanten Berufen, überarbeitet und unter Druck.
Diese Phase wird irgendwann vorbei sein, doch wir wissen noch nicht, wann das so ist.
Bis dahin müssen wir in dieser verrückten neuen Welt für uns eine neue Normalität, einen ganz eigenen Alltag finden, einen Umgang mit den Herausforderungen, die wir jetzt haben.

Diese Krise zwingt uns also ein Umdenken auf. Und das kann durchaus positiv sein! Viele Dinge, mit denen wir uns schon immer mal auseinander setzen wollten, liegen jetzt auf dem Tablett für uns bereit. Themen, vor denen wir uns ein wenig gedrückt haben, zwingen sich uns jetzt auf. Wir haben jetzt die Chance, genau das zu lernen, was für uns wichtig ist – seien es neue Skills oder das Zurückbesinnen auf uns selbst und unsere Stärken. So oder so wird die Krise uns verändern, wenn wir uns dieser Chance öffnen. Trau dich!

Sarah Bansemer

Jahresplanung mit Herzenswährung

Barbara Fischer & Friends im Februar

Dass man auch Ende Februar noch einmal über seine Jahresplanung nachdenken kann, führte uns am Freitag Carmen Ebeling vor Augen.

Als beratende Betriebswirtin unterstützt sie ihre Kundinnen dabei, ihren Wert zu definieren, Angebot und Preise zu formulieren und zielgerecht zu arbeiten. Dabei geht es nicht nur um Zahlen, sondern auch um Werte und Wertbewusstsein.

In ihrem Vortrag verdeutlichte sie uns, wie beide Themen auch bei der Jahresplanung Berücksichtigung finden können und sollen.

Carmen Ebeling

Natürlich müssen wir uns zunächst fragen, was uns finanziell wichtig ist, was wir verdienen müssen und möchten. Haben wir hier einen Zielbetrag ermittelt, wird er als nächstes auf unsere Honorare heruntergebrochen. Sehr wichtig hier: der Faktor Zeit.

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„Sei klüger als die anderen, wenn du kannst, aber sag es ihnen nicht“ (Lord Chesterton)

Der britische Krimi-Schriftsteller Gilbert Keith Chesterton (1874 – 1936), der Erfinder von Pater Braun, gab diesen Ratschlag seinem Sohn. Das ist zwar ungefähr hundert Jahre her, aber meiner Meinung nach immer noch aktuell.

Immer wieder begegne ich Menschen, die das Gefühl haben, intelligenter oder besser ausgebildet zu sein als ihr Gegenüber, und die andere Menschen ihre vermeintliche Überlegenheit auch deutlich spüren lassen. Und vor dieser Einstellung warnte Lord Chesterton seinen Sohn. Denn sich selbst „für etwas Besseres“ zu halten und das auch zu zeigen, das kommt nicht gut an.

Vor einiger Zeit ist mir solch ein junger Mann begegnet, als ich in einer Bildungseinrichtung zu tun hatte. Wir haben in einer Arbeitsgruppe ein Projekt besprochen, und die Projektleiterin bat einen Praktikanten, der an dem Projekt mitarbeitete, ein paar Blätter zu kopieren, damit alle reingucken konnten. Die Reaktion des Praktikanten: „Dafür habe ich nicht studiert, dass ich hier kopieren muss“ – und blieb sitzen und schaute herausfordernd in die Runde. Alle starrten ihn entgeistert an, und schließlich sagte die Projektleiterin: „Wir alle haben studiert, wer soll denn deiner Meinung nach nun die Kopien machen?“. Dem Praktikanten ging nun doch auf, dass seine Reaktion vielleicht nicht angemessen war, und er trollte sich zum Kopierer. Als ich zwei Wochen später wieder in dem Institut war, arbeitete er dort nicht mehr.

Der wichtige Punkt hier ist der Unterschied zwischen Kompetenz und Überheblichkeit.
Kompetenz – also wenn man sein Thema gut beherrscht und darin vielleicht sogar besser ist als die anderen – das kann man natürlich zeigen und das wird auch anerkannt.

Das ist aber noch lange kein Grund, andere Menschen von oben herab zu behandeln. Vielleicht haben die auf anderen Gebieten auch Expertenwissen oder besondere Begabungen – nur weiß man davon nichts.

Außerdem gebietet es auch einfach der selbstverständliche Respekt vor jedem Mitmenschen, diesen höflich zu behandeln, egal, wer oder was er ist.

Ich halte es daher wie Muhammed Ali. Der berühmte Boxer hat berichtet, dass er, wenn er mit „wichtigen“ Leuten in ein Restaurant zum Essen ging, genau beobachtete, wie diese das Servicepersonal behandelten. Wenn die Leute unfreundlich und überheblich den Kellnern gegenüber waren, dann hat Ali keine Geschäfte mit ihnen gemacht.

Sein Argument: „Mich würden sie genauso schlecht behandeln, wenn ich nicht zufällig reich und berühmt wäre“.

Johanna Madrasch

Das Aufräumfest

Netzwerktreffen Barbara Fischer & Friends
Mauela Höfner

Zum letzten Mal in diesem Jahr haben wir uns am letzten Freitag zum Netzwerktreffen Barbara Fischer & Friends zusammengefunden. Die kommenden Feiertage schon im Blick hat uns Manuela Höfner zu einem Aufräumfest eingeladen.

Das Aufräumen ist in den Köpfen vieler Menschen mit negativen Emotionen verknüpft. Es gilt als unangenehme Tätigkeit, ähnlich der Steuererklärung. Wen wundert’s, dass Manuela – ihres Zeichens Steuerfachwirtin – auch hier mit Lösungen aufwarten kann.

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„Wo Mann und Frau aufhört, da fängt der Mensch an.“ ugly duckling (Deutsches Theater)

Das Leben ist schon eins der Härtesten. Da kommen wir auf diese Welt, die so viele interessante Dinge für uns bereithält, die wir erfahren, erkunden und ausprobieren können.
Wir wachsen heran und entdecken Vorlieben und Interessen. Wir entwickeln Enthusiasmus und Schaffensdrang. Wir haben Lust, die Welt zu erobern, ob im Kleinen oder im Großen, gemeinsam oder allein.

Alles wäre so angenehm und schön … wenn da nicht das leidige Thema Geschlecht wäre.

Ob wir mit viel oder wenig Selbstvertrauen durch die Welt gehen, ist zur Hälfte genetisch festgelegt, der Rest entsteht durch Prägung und Erfahrungen.
Spätestens wenn wir erwachsen sind, realisieren wir, dass unser Geschlecht Vorteile und Nachteile mit sich bringt. Dass wir verschieden sind, steht außer Frage. Doch je nachdem, wie wir sozialisiert sind, in welchem Umfeld wir uns bewegen und mit welchen Medien wir uns umgeben, haben wir eine unterschiedliche Einstellung zu den geschlechtlichen Unterschieden und Gemeinsamkeiten.

Der „Gesellschaft“ gefällt es natürlich, wenn sich Frauen und Männer bzw. Mädchen und Jungen entsprechend der ihnen zugewiesenen Geschlechterrollen verhalten. Das macht es einfacher und überschaubarer. Wir lieben Regeln und die Trennung nach (biologischem) Geschlecht ist so wunderbar simpel. Das kann jeder verstehen und sich auch daran halten. Aber macht uns diese Trennung glücklich?
Ich habe das Gefühl, je mehr wir die Geschlechter voneinander abgrenzen, desto mehr benachteiligen wir uns gegenseitig. Je mehr wir trennen, desto schwieriger machen wir uns das Leben. Wir beginnen Dinge zu fordern, die uns vielleicht gar nicht liegen. Und die wir gar nicht wollen.
Indem wir den Geschlechtern Attribute zuschreiben, üben wir einen enormen Druck aus. Das klassische Männer- und Frauenbild lässt uns wenig Spielraum, uns frei zu entfalten und alle unsere Seiten offen zu leben.

Das Thema Gleichberechtigung der Geschlechter ist kein neues, aber auch noch gar nicht so wahnsinnig alt. Momentan befinden wir uns in einer neuen Feminismus-Welle, die besonders auch sehr junge Menschen mitreißt und motiviert, Gleichberechtigung zu fordern und zu leben.
Viele sehen nur eine Moral-Polizei in diesen jungen Leuten, aber jede Veränderung ist am Anfang immer unangenehm und störend. Es braucht eine gewisse Kraft und viel Druck, um gegen Widerstände anzukommen. Da ist es logisch, wenn es zu Aggressionen und Ablehnung kommt. Dennoch passiert dabei etwas ganz Wichtiges: Gleichberechtigung ist in aller Munde und in den Medien als Thema präsent.

Auch mir ist das Thema wichtig. Ich versuche, Gleichberechtigung zu leben – so gut es mir möglich ist.
In meinem Beruf als Theaterpädagogin, die auch viel Regie führt, begleitet mich das Thema tagtäglich – bei der Stückauswahl, bei der Rollenverteilung, bei der Inszenierung. Denn immer wieder ist es notwendig, gängige Geschlechterrollen zu erkennen, zu hinterfragen und jedes Mal neu zu entscheiden, ob es sinnvoll ist, sie in dem konkreten Fall zu bedienen oder nicht.
Ich ermuntere meine Gruppen, auch außerhalb der Klischees zu denken und Rollen mit anderen Geschlechtern zu besetzen als vorgegeben.
In meiner eigenen Regie-Arbeit und in meinem Solo-Theater macht es mir Freude, die Geschlechter komplett zu mischen oder auch mal gar nicht wirklich zu definieren, denn Menschen sind immer Menschen – mit den gleichen Emotionen und Verhaltensweisen. Vielleicht ist den Zuschauenden das Geschlecht irgendwann ganz egal …