Nichts kann im Widerspruch zur Natur existieren, sondern nur im Widerspruch zu dem, was wir darüber wissen. (Dana Scully)

Die Älteren unter euch erinnern sich sicher an die in den 1990er Jahren enorm erfolgreiche Serie Akte X, in der dem ehemals von Aliens entführen und an jegliche Form von mysteriösen Erscheinungen glaubenden FBI-Agenten „Spooky“ Mulder die streng nach wissenschaftlichen Kriterien ermittelnde Agentin und Medizinerin Dana Scully zur Seite gestellt wurde.

Diese sagte diesen Satz in der ersten Folge der 4. Staffel, einem Zeitpunkt, als das Vorhandensein unerklärlicher Phänomene nicht mehr von der Hand zu weisen ist.

Das hat mich sehr beeindruckt, als ich vor Kurzem anfing, mir wieder alte Akte-X-Folgen anzusehen, denn kaum ein Satz beschreibt mein Verhältnis zu Esoterik und verwandten Bereichen besser als dieser.

Als junge Frau hatte ich viel übrig für diese Dinge. Ich ging zur Astrologin und ließ mir ein Horoskop erstellen, ich las Bücher über Zauberei und zauberte selbst. Zur Beantwortung meiner Lebensfragen zog ich ein dem Tarot ähnliches Kartenspiel zu Rate: das Dakini-Orakel.

Einige Jahre später machte ich Bekanntschaft mit der westafrikanischen Yoruba-Kultur, in der der Glaube an Juju, einer Form von Magie, tief verwurzelt ist. Ich hörte verblüffende Geschichten von gelungener Zauberei, bis hin zu der eines Fußballspiels, das mittels Magie gewonnen wurde.

Eine mir bekannte Frau, die ansonsten durchaus pragmatisch und eine erfolgreiche Geschäftsfrau war, veröffentlichte zu dieser Zeit ein Buch mit dem Titel „Der Kuss des Voodoo“, in dem sie ihre von Voodoo geprägte Beziehung zu ihrem Ehemann, einem Prinzen aus dem westafrikanischen Benin, beschrieb.

Ich räume ein, dass ich schon damals gelinde Zweifel an einigen dieser doch teilweise sehr abenteuerlichen Geschichten hatte, die sehr überzeugende Darstellung der Beteiligten stand dazu im Widerspruch.

In den folgenden Jahren kam dieses Thema jedoch mehr und mehr aus der Mode. Ich entwickelte eine Begeisterung für die Wissenschaft und fühlte mich wohl und sicher auf dem Boden von beweisgestützten Tatsachen.

Diese Ansicht wurde noch verstärkt, je mehr sich fundamentalistische Weltsichten verbreiteten. Mein zuvor eher indifferentes Verhältnis zu Religion wandelte sich zu Ablehnung, da ich mehr und mehr zu der Überzeugung gelangte, dass diese hauptsächlich genutzt wurde und wird, um Macht auszuüben und Menschen zu manipulieren. Dies geschieht unter Ausnutzung der Tatsache, dass viele Menschen lieber die Verantwortung für ihr Leben an eine dubiose überirdische Macht abgeben, als diese selbst zu übernehmen. Davon bin ich übrigens bis heute überzeugt.

Dennoch habe ich in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass viele Dinge, die unter der Überschrift Magie oder Esoterik stehen könnten, tatsächlich funktionieren. Doch was steckt dahinter?

Vor einiger Zeit las ich einen Artikel, in dem es um die sogenannte Intuition ging, die Eingebung, die uns sofort die richtige Lösung eines Problems oder die Antwort auf eine Frage vermittelt, ohne dass wir anscheinend die dafür notwendigen Informationen gehabt hätten. Tatsächlich ist es jedoch so, dass wir über viel mehr Informationen verfügen, als uns bewusst ist. Gerade in Situationen, die ein schnelles Handeln erfordern, sind wir in der Lage, blitzschnell auf diese Informationen zuzugreifen und auf dieser Basis eine Entscheidung zu treffen. In einem Moment der Gefahr ist nunmal keine Zeit für langes Nachdenken oder sogar Recherchieren.

Ein gutes Beispiel ist auch die Wahrsagerin, die ihr völlig unbekannten Menschen überraschend exakte Ratschläge oder sogar Voraussagen erteilen kann. Voraussetzung hierfür ist in erster Linie eine sehr gute Wahrnehmung, Einfühlungsvermögen und einige gezielte Fragen. Oftmals kommunizieren die Ratsuchenden auch schon selbst mehr, als ihnen bewusst ist. So lassen sich hier schon sehr umfangreiche Erkenntnisse über eine Person gewinnen. Mit etwas Erfahrung kann man dann schon eine Analyse oder sogar Prognose erstellen.

Ähnlich verhält es sich beispielsweise mit der Hypnose. Was vielen nur als „Bühnen-Hokuspokus“ bekannt ist, ist tatsächlich eine erprobte psychologische Technik, die im Zustand der Entspannung durch Wiederholung Botschaften im Unterbewusstsein verankert, sodass diese von dort aus wirken können.

Dies sind einige Beispiele, wo magisch anmutende Erscheinungen bereits wissenschaftlich erklärt wurden. Allerdings ist das erst die Spitze des Eisberges, der weitaus größte Teil ist bis heute unter der Oberfläche des Meeres des Geheimnisvollen verborgen.

Ich bin überzeugt, dass in der Zukunft mehr und mehr davon zu Tage treten wird und wir in der Lage sein werden, diese Phänomene zu verstehen und für uns zu nutzen.

Die Wahrheit ist irgendwo da draußen.

Life isn’t about finding yourself. Life is about creating yourself. (George Bernard Shaw)

Ein Satz, den ich nicht nur in meiner Theaterarbeit häufig höre, ist „Das bin nicht ich.“
Dieser Satz fällt gern dann, wenn jemand z.B. eine Theaterrolle spielen soll, die anders ist, als die Person selbst. Oder ein Kostüm tragen soll, was sie sich selbst nie aussuchen würde. Oder wenn man über neue Jobmöglichkeiten nachdenkt und jemand sich eine Idee nicht für sich vorstellen kann.
Ehrlich gesagt, rolle ich bei diesem Satz innerlich manchmal mit den Augen.
Für mich fühlt sich dieser Satz oft nach Einschränkung an. Nach einem limitierten Blick auf sich selbst. Denn er beinhaltet gar nicht das, was man selbst noch alles sein könnte, aber momentan eben noch nicht ist.

Jeder Mensch hat bestimmte Vorlieben und Abneigungen, die seine Persönlichkeit definieren. Die meisten haben einen bestimmten Stil, trauen sich manches und anderes nicht, haben ihre eigenen Werte und leben danach.

All diese Interessen und Eigenschaften sind im Laufe des Lebens jedoch erst entstanden. Sie sind durch Ausprobieren und Resümieren gewachsen, durch Offenheit und Lust auf Neues.
Das heißt, dass wir uns ständig weiterentwickeln, dass wir wachsen. Und das muss auch im Erwachsenenalter nicht vorbei sein.
Ich glaube nicht, dass wir irgendwann fertig sind, dass wir uns „gefunden“ haben. Viel eher tragen wir das Potential in uns, immer wieder auch neue Seiten an uns zu entdecken, die wir vorher noch nicht kannten. Seiten, die vielleicht durch Ängste abgeschirmt waren und darauf warten, zum Vorschein zu kommen.

Genau deshalb liebe ich das obige Zitat von George Bernard Shaw. Wir sind etwas, was wir unser ganzes Leben selbst kreieren. Durch unsere Entscheidungen, unsere Wünsche und Ideen. Wir können die Person, die wir gern sein möchten, mit Geduld und Spucke zusammenbauen. Und immer noch die Option haben, neue Facetten hinzuzufügen. Wir sind unser eigenes Werk, das wir aktiv selbst in die Hand nehmen.
Am schönsten ist es, wenn wir uns unserer Veränderungen bewusst sind und sie zelebrieren.
Zum Abschluss deshalb noch ein weiteres Zitat als Sahnehäubchen oben drauf, aus meiner Lieblingsserie „Doctor Who“:

„We all change, when you think about it. We’re all different people all through our lives. And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving, so long as you remember all the people that you used to be.“

Sarah Bansemer

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. Søren Kierkegaard

wozu vergleichen?

Kürzlich wurde mir eine schwierige Frage gestellt, die viele Selbständige häufig beantworten sollen: Was machst Du anders als Andere?

Ganz abgesehen davon, dass ich die „Anderen“ gar nicht alle kennen kann, scheint mir die Frage auch ziemlich in die Irre zu führen. Denn eine sinnvolle Antwort würde doch voraussetzen, dass der oder die Fragende schon ganz viele „Andere“ kennen muss, um die Wahrheit meiner Aussage zu prüfen. Nehmen wir also an, ich antworte – wie die meisten meiner Kollegen – mit einer Beschreibung meines Angebots [und das ist wirklich einmalig, ich habe es gegoogled 😉 ], woher weiß man dann, ob das stimmt? Ich muss also, um überzeugend zu wirken, einen direkten Vergleich anführen. Zum Beispiel könnte ich erklären, dass Andere weniger tief in die Materie eingedrungen sind, eine schlechtere oder gar keine Ausbildung haben, mehr oder weniger Leistung erbringen, andere Preise haben und so weiter und so weiter …

Damit hätte ich der/dem Fragenden eventuell die Mühe erspart, sich durch entsprechendes Recherchieren selbst ein Bild zu machen. Übrigens wird als Antwort auf diese Frage wohl kaum jemand darauf hinweisen, was Andere besser machen als man selbst… Was wäre also damit erreicht?

Und warum wird diese Frage überhaupt gestellt?

Vermutlich soll es die Antwort auf eine ganz andere Frage erleichtern. Nämlich auf die Frage, ob ich „besser“ oder sogar „die Richtige“ bin. Die richtige Unterstützerin zur Lösung eines Problems, die richtige Gesprächspartnerin für eine Diskussion, die richtige Geschäftspartnerin oder vielleicht sogar die richtige Freundin? Und mit „richtig“ ist eigentlich eher „passend“ gemeint. Es geht – so glaube ich – um die Frage, was wir miteinander anfangen können, womit wir uns gegenseitig ergänzen, unterstützen, nützlich sein können oder sogar, ob wir uns mögen. Doch wie soll man auf diese – unausgesprochenen – Fragen antworten, wenn man an Anderen gemessen wird?

Oder geht es vielleicht sogar um einen offen oder verdeckt ausgetragenen Wettbewerb? Wer ist besser, schneller, klüger, preiswerter, nachhaltiger, erfolgreicher… als die Anderen? Geht es um Sieg oder Niederlage in einem Wettkampf? Um was wird da gekämpft?

In meinem schon etwas längerem Leben habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Welt voller guter, kluger, mutiger und vor allen EINMALIGER, unverwechselbarer Menschen ist. In diesem Sinne ist jede und jeder „Richtig“. Das heißt nicht, dass es nicht auch Menschen gibt, zu denen ich nicht passe – weil unsere Ansichten zu gegensätzlich sind, weil wir uns nicht verständigen können, zu verschiedene Lebensmodelle und Interessen haben oder weil wir uns eben doch nicht mögen. Aber deshalb ist doch keiner von uns falsch und der andere richtig – wir sind nur anders. Und deshalb lohnt sich das Vergleichen für mich nur, wenn es wettbewerbs-frei ist!

Ich habe für mich daraus eine Aufgabe abgeleitet: Wenn Du lernst, die Verschiedenheit der Menschen und ihrer Lebensentwürfe als Bereicherung zu empfinden, wirst Du selbstbewusster und das Glück kommt in Gestalt der „passenden“ Begegnungen öfter als bisher von selbst zu Dir. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen viele spannende Treffen in unserem Netzwerk Barbara Fischer & Friends

Karin Rasmussen

Goldi oder ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Netzwerktreffen BF & Friends

Wie man mit ein paar Bleistift- oder Kugelschreiberstrichen eine Präsentation um einige wirkungsvolle Gedankenaufhänger bereichert, erläuterte diesmal die Kommunikationsexpertin Johanna Madrasch in ihrem Impulsvortrag.

Was ist Sketchnotes?

Diese Technik hat sogar einen Namen, man nennt sie Sketchnotes: Sketch wie Skizze, also eine einfache Zeichnung, und Notes wie Notizen.

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Warte nicht darauf, dass die Menschen Dich anlächeln … zeige ihnen, wie es geht (Pippi Langstrumpf)

Wenn man jemanden anlächelt, dann signalisiert man: Ich sehe Dich, ich nehme Dich wahr, ich bin Dir freundlich gesinnt. Eigentlich ganz einfach.

Aber warum fällt es uns dann oft so schwer, warum begegnen sich die Menschen im öffentlichen Raum meist mit griesgrämigen Gesichtern, sehen sich nicht an, starren auf ihr Handy?

Ich habe manchmal den Eindruck, als gäbe es ein ungeschriebenes Gesetz, dass man Fremde, denen man zufällig begegnet, möglichst ignoriert. Dass man ihnen nicht freundlich gegenübertritt oder gar Kontakt aufnimmt.

Das finde ich sehr schade, denn solche kleinen Begegnungen machen doch das Leben lebenswerter. Kinder machen uns das vor, sie nehmen ihre Umgebung aufmerksam wahr, gehen auf Fremde zu, sprechen sie an – und in der Regel freut sich der Angesprochene darüber.

Das können wir Erwachsenen doch auch: ein nettes Wort zur Verkäuferin im Supermarkt, ein Dank an den Paketboten, der einem das Paket in die vierte Etage gebracht hat, ein freundlicher Blick und ein Lächeln für die täglich gleichen Mitfahrer morgens in der U-Bahn (ich weiß, der Vorschlag mit der U-Bahn ist gewagt – das ist eher was für Fortgeschrittene).

Ich versuche solche Dinge zu praktizieren, weil ich denke, dass es meinen Alltag angenehmer macht und dass der/die Gegenüber sich über solche einfachen Gesten freut.

Und manchmal beginne ich sogar mit Fremden ein kleines Gespräch! Und dabei lernt man tatsächlich interessante Menschen kennen 🙂

Zum Beispiel habe ich vor einiger Zeit im Bus neben einer Dame gesessen und wir haben uns kurz unterhalten (wirklich kurz, ungefähr zwei Sätze lang) – über das Wetter, der Klassiker.
Dann bin ich ausgestiegen, um in die U-Bahn umzusteigen. Und wer steht auf dem Bahnsteig ein kleines Stück weiter? Die Dame aus dem Bus.
Statt sie zu ignorieren – wie es wohl die meisten gemacht hätten – habe ich sie angesprochen. „So sieht man sich wieder…“ ist nicht originell, aber immerhin ein Gesprächsanfang. Und es hat sich dann ein sehr interessantes Gespräch entwickelt (die U-Bahn war mal wieder „unregelmäßig“). Am Ende haben wir Kontaktdaten ausgetauscht und sie hat mich zu einer ihrer Veranstaltungen eingeladen und ich habe sie zu einer meiner Veranstaltungen eingeladen.

Ein anderes Beispiel: Neulich war ich mit meinem Mann in der Kirschblütenallee bei Teltow spazieren. Dort begegnete uns ein Paar, der Mann machte Fotos von seiner Partnerin unter der Blütenpracht. Die Frau hatte ein Kleid an, das farblich perfekt zu dem Rosa der Kirschblüten passte – das sah richtig toll aus. Und das habe ich ihr auch gesagt, einfach so. Ein strahlendes Lächeln ging über ihr Gesicht, sie hat sich über mein Kompliment offensichtlich sehr gefreut. Und ihr Partner guckte irritiert – gar nicht, weil ich als Fremde seiner Frau ein Kompliment machte, sondern weil  er offensichtlich die perfekte Farbzusammenstellung noch gar nicht bemerkt hatte (Männer!).

Versuch es einfach mal: Lächle die Menschen an, denen Du zufällig begegnest, sag ihnen ein freundliches Wort. Du wirst überrascht sein, was das bewirkt: Du bekommst bessere Laune, der Angesprochene bekommt auch bessere Laune und fühlt sich als Mensch wahrgenommen – und vielleicht entwickelt sich sogar ein kleines nettes Gespräch.

Und die Welt wirkt gleich ein bisschen freundlicher.

Johanna Madrasch

Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt (Konfutius)

Konfuzius

Dieses Zitat hatte ich so gar nicht auf dem Plan, als ich überlegte, welche Weisheit ich euch auf der Friends-Seite präsentieren möchte.

Und dann kam der Tag, an dem ich das regelmäßige Laufen begann. (Ja. Und tatsächlich laufe ich nun schon seit beinahe sechs Wochen regelmäßig.)

Für jemanden wie mich, deren Lungen bereits zu platzen drohen, wenn ich nur mal einem Bus hinterher renne, war dieses erste Mal eine ziemliche Überwindung.

Und dann fiel mir dieses Zitat ein. Und ich setzte einen Fuß vor den nächsten und lief so weit, wie es meine Kondition an diesem Tag zuließ.

Und ging dann eine Weile. Und lief dann wieder.

Und fand Gefallen am Laufen.

Immer noch wechsele ich ab mit Laufen und Gehen. Und immer, wenn ich zum Laufen wieder ansetze, kommt mir das Zitat in den Sinn.

Mich motiviert es ungeheuer, ANZUFANGEN.

Wenn ich mir direkt die ganze Strecke vorstellen würde, das wäre Überforderung pur. Aber den ersten Schritt zu tun – das geht.

Und dann setze ich mir Zwischenziele: bis zur nächsten Bank – super. Bis zum Baum. Geschafft. Weiter. Bis zu den spielenden Hunden …usw.

Als ich mich im Herbst 2017 selbständig gemacht habe, habe ich das im Grunde auf die gleiche Art und Weise gemacht. Bloß nicht alles auf einmal bewältigen wollen. Bloß nicht mich mit Dingen befassen, die noch längst nicht dran sind.

Ich erinnere mich, wie ich beschlossen hatte, ALLE Ordner neu zu sortieren und auszumisten, was ich nicht mehr benötige. Ziel war, mir Klarheit zu verschaffen, WO sich WAS befindet und eine neue sinnvolle Sortierung für mein Leben als Selbständige zu finden. Auf diese Idee bin ich übrigens nicht von alleine gekommen. Ich hatte mir ein Coaching gegönnt. Und diese Frau regte mich zu diesem grundlegenden Aufräumen an.

Innerhalb von kürzester Zeit stand ich in einem Wust von Papieren und Ordnern. Chaos auf dem Fußboden. Wieder mal das Gefühl der nahenden Ohnmacht. Wo anfangen?

Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt.

Mein erster Schritt bestand darin, einen Tee aufzusetzen und mich zu informieren über solch spannende Fragen wie „Wie lange muss ich Gehaltsabrechnungen/Kontoauszüge/Finanzamtsbescheide aufbewahren?“

Am Ende des Tages hatte ich jede Menge Papier zum Entsorgen. Und keinen Schredder. Ja. Irgendwas ist immer – aber das ist ein anderes Zitat.

Ilona Clemens

Nicht, was ich habe, sondern was ich schaffe, ist mein Reich. (Thomas Carlyle)

Foto: Sarah Bansemer

Schon immer war ich ein „Erschaffer“, ein Mensch, der gern etwas produziert. Ich liebe den Akt des Schaffens und war von dem Zitat von Thomas Carlyle sofort begeistert:

„Nicht, was ich habe, sondern was ich schaffe, ist mein Reich.“

Also ist es nicht verwunderlich, dass es dieser Satz auch auf meine Flyer geschafft hat, denn er fasst den Inhalt meiner Arbeit perfekt zusammen.
In meiner Theaterarbeit bringe ich Menschen zusammen, die gemeinsam etwas erschaffen: eine Szene, ein lebendes Bild, eine Choreografie, einen Satz, einen Text oder ein ganzes Theaterstück. Jede*r einzelne ist ein Puzzleteil des großen Ganzen und jede*r einzelne ist gleichzeitig Teil eines Erschaffer-Teams und bringt seine eigenen Ideen, Gedanken und Wünsche ein. Jeder nutzt seine Schaffenskraft, um sich gemeinsam mit den anderen in Form des Theaterspiels ein eigenes Reich zu schaffen.

Und genau das, was wir selbst erschaffen haben, ist das, was uns am glücklichsten macht.
Der kreative Schaffensprozess ist ein wunderbares, unvergleichliches und für uns wahnsinnig wichtiges Gefühl – egal ob wir eine Theaterrolle spielen, einen Artikel schreiben, wissenschaftlich arbeiten, Pflanzen züchten, bauen oder kochen.
Was auch immer es ist – es ist aus uns entsprungen.
Meine Kreativität – das bin ich.

Leider fehlen uns im Alltag oft die Voraussetzungen für schöpferische Kreativität: viel Zeit und ein freier Kopf. Wir haben meist unendliche To-Do-Listen, sind viel unterwegs und abends reicht es dann nur noch für die Lieblingsserie auf dem Sofa. Und das ist auch okay, wir müssen auch einfach abhängen, entspannen und einfach mal nichts machen.
Aber wir brauchen auch das Erschaffen. Wenn es nicht Teil unserer Arbeit ist, kann es Teil unserer Freizeit werden. Wenn es zu Hause nicht so einfach ist, genügend Zeit und Raum für’s kreative Schaffen zu etablieren, können Kurse weiterhelfen. Bei einem Töpferkurs gibt es nur die Drehscheibe und uns, beim Kochkurs tauchen wir intensiv in die Welt der Lebensmittel und deren Zubereitung ein, im Zeichenkurs wartet ein leeres Blattpapier auf unsere Striche und beim Theaterspiel haben wir ohne Ablenkung stundenlang Zeit uns nur mit unserem Körper und unseren Mitspielern zu beschäftigen.

Das eigene Schaffen braucht Raum – und wir sollten immer ein Eckchen Platz dafür haben in unserem Leben.

Sarah Bansemer

Wenn Du eine weise Antwort verlangst, musst Du vernünftig fragen (Goethe)

frag den Himmel

Fragst Du Dich manchmal, wie Coaching funktioniert? Woher ein Coach, der seine Klienten ja oft gar nicht richtig kennt, wissen kann, was denen hilft? Nun, es funktioniert mit zuhören und Fragen stellen. Zuhören, was gefragt wird, oder wie ein Problem beschrieben wird und fragen, welche Veränderungen mit dem Coaching auf welchem Weg erreicht werden sollen.

Dabei ist es gar nicht so einfach, zufriedenstellende Fragen zu formulieren und Antworten zu geben. Bist Du auch öfters mal mit den Antworten unzufrieden, die Du auf Deine Fragen bekommst? Ich nehme an, das geschieht gar nicht so selten. Wenn mich zum Beispiel jemand fragt „was würdest Du an meiner Stelle tun?“, dann antworte ich häufig „ich bin nicht an Deiner Stelle und deshalb weiß ich nicht, was ich tun würde“.

Ebenso geht es mir mit der Frage nach der „besten“ Lösung. Da ich aus Erfahrung weiß, dass es für jedes Problem jederzeit mehrere machbare Lösungen gibt und dass jede Lösung gleichzeitig Vor- und Nachteile hat, kann genaugenommen keine Lösung die beste sein. Es gibt zwar sicherlich eine Lösung, welche uns in diesem Moment als die beste erscheint, aber auch diese kann sich schnell als unzulänglich herausstellen. Entweder passt sie nicht zur Situation, zu den verfügbaren Ressourcen oder zu den handelnden Personen.

Das heißt allerdings nicht, dass wir etwas falsch gemacht haben oder unfähig sind, die richtigen Lösungen zu finden. Vielmehr haben wir „das Beste daraus gemacht“. Nämlich genau das, was in diesem Moment mit den zur Verfügung stehenden Informationen als das Beste erkennbar war. Denn es ist allemal besser, eine Entscheidung zu treffen und danach zu handeln, als mit dem unendlichen Suchen nach der absolut besten endgültigen Lösung Geist, Energie und Zeit zu verbrennen.

Natürlich gehen wir damit immer das Risiko ein, neue Fragen oder Probleme zu erzeugen – und dafür Kritik zu ernten. Das lässt sich gar nicht vermeiden. Wer sich bemüht, fehlerfrei durchs Leben zu kommen, wird deshalb scheitern. Aber das wissen wir ja alle aus Erfahrung.

Deshalb ist es so hilfreich, viele Freunde mit Expertise auf den verschiedensten Gebieten zu haben. So wie bei „Barbara Fischer & Friends“. Da kannst Du einfach fragen, was Dich bewegt – und Du findest mindestens eine*n Expert*en, um eine Anregung für mögliche Lösungen zu bekommen. Niemand wird Dich für dumm halten oder Dich mit platten Sprüchen abspeisen, Du solltest Dich nur bemühen, die gewünschte Lösung für Dein Problem oder Deine Frage genau so zu formulieren, wie Du sie meinst. Dann klappt’s auch mit den Antworten von Freunden und Experten.

Karin Rasmussen

Auf Reichtum programmiert

5 Tipps, wie man das Unterbewusstsein auf finanziellen Erfolg programmiert, hatte uns die Hypnosetherapeutin Natascha Griesinger für ihren Impulsvortrag versprochen.

Als kleines Mädchen, so erzählte sie uns, hatte sie den Wunsch, immer genug Geld für ihre kleinen Mädchenträume zu haben, und sie hatte sogar das Glück, eine liebe Tante zu haben, die ihr dafür immer wieder etwas zusteckte.

Später jedoch geriet das Geld in Verruf, es herrschte die Überzeugung, dass Geld den Charakter verdirbt und nur gierige, egoistische und korrupte Menschen überhaupt ein Vermögen anhäufen können.

Doch wie überrascht war sie dann, als eine Freundin einen wohlhabenden Mann heiratete und damit selbst zu einigem Wohlstand kam. Und siehe da, sie wurde nicht von Stund an zu einem schlechten Menschen, sondern nutzte die neu gewonnenen finanziellen Mittel für ihr Herzensprojekt, eine Initiative, die sich um kranke Kinder kümmerte. Es schien also, dass Geld den Charakter nicht verdirbt, sondern ihn zum Vorschein bringt.

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Erfolg hat drei Buchstaben: TUN

Einer meiner Lieblingssprüche ist „Erfolg hat drei Buchstaben: TUN“ vom guten alten Goethe, der hängt bei mir am Schreibtisch. Denn immer wieder passiert es mir, dass ich Chancen verpasse, weil ich zwar Ideen und Pläne habe, aber nicht ins Handeln komme.

Ein Beispiel: vor einigen Wochen gab es einen Wettbewerb, bei dem es um die Entwicklung einer kreativen Projektidee ging. Und ich hatte eine Super-Idee!
Ich habe viel darüber nachgedacht – wie ich das Projekt organisieren würde, wie ich mein Konzept bildlich darstelle, wie ich die Vorteile meiner Idee richtig rüberbringe etc.
Aber ich habe das leider nie zu Papier bzw. in den PC gebracht, habe  immer alles nur im Kopf gehabt. Die praktische Umsetzung – also das TUN – habe ich vor mir hergeschoben, bis es zu spät war. Irgendwann wurde mir klar, dass ich nicht mehr genug Zeit hatte, meine Projektidee in eine vorzeigbare Präsentation zu packen, die ich bei der Wettbewerbs-Jury einreichen könnte.
Über diese verpasste Chance habe ich mich fürchterlich geärgert.

Wahrscheinlich geht es sehr vielen Menschen so, und ist es auch früher vielen Menschen so gegangen, schon zu Zeiten von Goethe. Der allerdings scheint sich den Spruch zu Herzen genommen zu haben – nur so kann ich mir seine vielfältigen Aktivitäten und hohe Produktivität erklären.
Ich nehme mir immer wieder vor, mir an ihm ein Beispiel zu nehmen.

Johanna Madrasch